Von Super8 auf Video kopieren

Ein typischer Super-8 Projektor spielt 18 fps (Frames per Second = Vollbilder pro Sekunde) je dreimal ab, denn so ein S8-Projektor hat eine 3-flügligle Blende, er kommt damit auf 54fps, von denen aber je drei gleich sind.

Nimmt man nun einfach mit einer Videokamera (ideale Belichtungszeit 1/100sec) auf, so tastet man diese 54 Pseudoframes/sec mit 50 Halbbildern/sec ab. Zwangsläufig sind dann auch mal Dunkelphasen mit auf dem Videoband und das direkte Resultat wirkt dadurch flimmerig.

Nun gibt es zwei Wege Abhilfe zu schaffen: entweder den Videofilm mit geeigneter Software digital nachbereiten oder dafür sorgen das die Videokamera und der Filmprojektor syncron arbeiten, also der Film nachher effektiv ~7,4% zu langsam läuft.

Der Projektor läuft dann mit 50 pseudo-Frames/sec (16 2/3 echten fps), statt seiner üblichen 54, welche dann nach wie vor mit 50 Halbbildern/sec abgetastet werden.

Man braucht dazu lediglich die Dunkelphase des Film-Projektors mit dem Halbbild-Wechsel der Video-Kamera zu syncronisieren, was sich idR* mittels Phototansistor, Vertikalsync.-Erkennung, einem 4046 und einem so gesteuerten Spannungswandler erreichen läßt. (* Dieser Trick funktioniert wenn die Drehzahl des Projektor-Motors an die Netzfrequenz gekoppelt ist.)

 

Achtung: ich kopiere keine Filme mehr von Super8 nach Video und habe auch keine Erfahrungen mit kommerziellen Umkopierwerken.
Nach meinen Informationen sollen unterschiedlich gute Erfahrungen gemacht worden sein, ich empfehle in Newsgroup-Archiven nach Berichten zum Thema zu suchen.

 

http://KarlKramer.de/tips/filmen/Super8aufVideo.html ©17.12.2000 Karl Kramer