Ein Hub an sich verstärkt und verschönert nur Signalflanken, wenn man von etwas Sonderbehandlung im Kollisionsfall mal absieht. An und für sich weiß ein Hub nicht notwendigerweise, was ein Paket ist, es gibt aber auch Modelle die mehr können, aber eben nicht ganz das was eine Bridge können muß. Es gibt z.B. auch Hubs die gemischten Betrieb, auch zwischen 10MBit/sec und 100MBit/sec Netzwerkkarten ermöglichen.

Router filtern auf IP-Ebene. Bridges gehen nach Hardware-Adressen (="MAC-Adressen"), und alle Adressen die sie nicht kennen, werden ebenso wie Broadcasts immer weitergeleitet.

Es gibt da noch Erweiterungen mit dem Bridging-Protokoll, die implementieren, daß jene Bridges (aber eben nicht alle) auch mit "Schleifen" in der Netztopologie klar kommen, sie sprechen sich dann untereinander ab, dies erzeugt aber auch Netzlast.

Kabelmodems arbeiten als "dumme" Bridges, die einfach Ethernet- Frames auf nicht benutzte Kabel- Fernsehkanäle mappen. Ein Fernsehkanal hat 6MHz Bandbreite mit 1 MHz "Gap" (=Schutzabstand zum Nachbarkanal). Einer wird als Rückkanal benutzt, andere als "Downstream". In einem Kanal niedriger Frequenz werden die Daten vom Teilnehmer-Modem (mit Kollisionsmöglichkeit und Zeitschlitzen) zur Kopfstation gesendet, die ihre Daten wiederum auf einem Kanal höherer Frequenz an alle Teilnehmer- Modems schickt. 802.7 und 802.14 beschreiben verschiedene Techniken für solche TV-Kabelnetze. Die Ethernet- Frames werden ganz einfach auf die entsprechende Frequenz moduliert, mittlerweile kann man den Datenverkehr auch verschlüsseln (=encrypten). Es gibt Kabelmodem Modelle, die das auch mit starker Verschlüsselung tun, so daß dadurch jedes Kabelmodem auch nur "seine" und für es bestimmte Frames erkennen kann. Es bekommt nicht jedes Kabelmodem seine eigene Frequenz, sondern sie senden und empfangen alle im selben Frequenzband, daher wäre/ist ohne Verschlüsselung das mitlesen fremder Pakete möglich. Zwischen den Kabelmodems am selben Kabel gibt es auch Kollisionen. Die Technik ist relativ simpel (was ja nicht schlecht sein muß) und mit Verschlüsselung auch gut handhabbar (man kann wirklich die Fernsehverkabelung für eine relativ hohe Bandbreite zum kleinen Preis nutzen). Mit PPPoE (PPP über Ethernet) hat das nichts zu tun, außer das man dies auf allen Netzen, also auch via Kabelmodem zu Autentifizierung zwecks Kostenabrechnung einsetzen kann.
Man kann Kabelfernseh- Modems sowohl für hausinterne Zwecke einsetzen, z.B. innerhalb eines Wohnheimes, als auch für die Verbindung zwischen Kunde und Provider, mittels des Kabelfernsehnetzes. Im Prinzip kann man diese Technologie auch für Satelliten- Modems nutzen.

 

http://KarlKramer.de/tips/Network/begriffe.html ©14.August.1999 Karl Kramer