Linux Installation

 

Kaufhaus-PC oder Einzelkomponenten:

"Dank" jumperloser Noname Plug&Pray-Hardware kann man in dieser ohne das Original-System u.U. nicht mal die IRQ's ändern, falls dies jemals nötig sein sollte, daher sollte man es sich gründlich überlegen ob man das Risiko eingeht einen Rechner zu kaufen dessen Hardware vielleicht nur unter einem Betriebssystem zu konfigurieren ist das man von der Festplatte verbannen möchte.

Bei der Zusammenstellung des Systems aus Einzelkomponeten kann man hingegen die Kaufentscheidung davon abhängig machen das für die Brocken entweder bereits Linux- Software vorhanden ist, oder zumindest Stand-Alone Konfigurations- Disketten zum Lieferumfang gehören wenn sich nicht alle Einstellungen auch per Jumper vornehmen lassen. 

Billig-PC's sind obendrein zumeist noch mit (E)IDE Festplatte und -CD-ROM-Laufwerk bestückt, bei einem Neukauf möchte man aber mit großer Wahrscheinlichkeit gleich ausschließlich auf Ultrawide-SCSI setzen (was heißt schon, auch der Atari-ST hatte seinerzeit bereits ausschließlich auf SCSI gesetzt, dies betraf auch den Laserdrucker), damit wären nach Muphy dann im Noname-PC gleich 6 Dinge die man nicht haben will:

        1. das falsche Betriebssystem
        2. das Office- Paket für das falsche Betriebssytem
        3. der falsche Festplatten-Controller
        4. die Festplatte mit der falschen Bus-Norm
        5. das CD-ROM-Laufwerk mit der falschen Bus-Norm
        6. ungeregelte (& obendrein zumeist laute) Lüfter.

Wenn man diese Komponenten austauscht ist der Billig-PC wohl kaum noch preiswerter als ein Wunsch-PC gleicher Leistung.

Dennoch: ein für moderne Programme anderer Betriebssysteme zu klein gewordene Billig-PC kann unter Linux noch lange ein schönes "Spielzeug" sein, ein 386'er reicht für viele Anwendungen !

 

http://KarlKramer.de/tips/Linux/hardware.html ©1998 Karl Kramer