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© Karl Kramer (11.02.97) Alle Jahre wieder dieselbe Prozedur: Irgendwann im April ist die Winter-(Zwangs-) Pause zu Ende, und die Taucher im ganzen Bundesgebiet beginnen wie auf ein geheimes Kommando, ihre Ausrüstung klarzumachen. Da werden Anzüge geflickt, Flaschen gestrichen, Messer entrostet und meist ist noch ein Probetauchgang im Schwimmbad gefällig. So weit so gut - aber in den allermeisten Fällen werden Dinge vernachlässigt, die zu den wichtigsten, nicht nur an Bord, zählen: die Rettungs- und Tarierwesten (siehe DIN32925). Dabei hängt im Ernstfall von ihrem einwandfreien Funktionieren das Leben des Benutzers ab. Rettungswesten sollten daher zum Beginn der Saison genauso gründlich durchgecheckt werden wie der Rest der Ausrüstung. Doch damit ist es nicht getan. Schon im Vorfeld sollte einiges beachtet werden. Das beginnt mit der Lagerung während der Wintermonate. In den meisten Fällen werden die Ausrüstungen in der Garage oder auf dem Speicher aufbewahrt - denkbar ungeeigneten Orten, denn Feuchtigkeit und Kälte führen zu rascher Ermüdung des Materials. Ein wesendlich besserer Platz für den Winterschlafz der Westen ist der Keller. Die Prüfung, bevor man zum ersten Frühjahrstauchgang ins Wasser geht, ist ganz einfach: Man blase des Schwimmkörper mit dem Mund auf und lasse ihn 16 Stunden lang liegen. So kann man am besten testen, ob keine Luft entweicht und die Weste somit dicht ist. Darüber hinaus sollte die Westenflasche abgeschraubt werden, um zu checken ob das Rückschlagventil in der Flaschenhalterung der Weste noch intakt ist sowie um nachzusehen wann die Westenfasche wieder zum TÜV muß. Ist die Weste dicht und der TÜV der Flasche noch nicht abgelaufen, so fehlt nur noch eine Funktionsprüfung aller Bedienungselemente. Da geht's der Weste an den Kragen. Kommt man vom Tauchen zurück, wird die Weste häufig ausgezogen und lieblos irgendwohin geworfen, was dem Material ebensowenig bekommt wie die ewige Knickerei. Es sollte für jede Weste ein Haken zum zum Aufhängen vorhanden sein. Zur vorzeitigen Alterung führt auch die Berührung mit Salzwasser oder 'Schwefelwasserstoffbrühe', obwohl alle heutigen Rettungswesten seewasserbeständig sind. Abhilfe: mit Süßwasser spülen und zur Lagerung aufgeblasen im Schatten aufhängen oder, noch besser, Faltenschlauch oder Schnellstop abschrauben, die Weste auch von innen spülen und dann zum trocken so aufhängen, daß das Wasser ablaufen kann. Gute Westen haben zu diesem Zweck einen separaten 'Wasserablaß, bei ihnen entfällt das umständliche Abschrauben von hierzu eigendlich nicht gedachten Armaturen Übrigens: Direkte längere Sonneneinstrahlung tut der Weste auch nicht gut. Weitere Tips für den Umgang mit dem lebenswichtigen 'Kleidungsstück' : |
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