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Infos und Tips : Ladegeraete
Die Ladetechnik fuer NC-Akkus und Blei-Gel-Akkus
unterscheiden sich grundsaetzlich.
>Fuer 'normale' Blei-Akkus (Auto-Batterieen) sind die hier
gegebenen Tips auch anwendbar.<
Beide Akkutypen sollten prinzipiell nicht mit einem
Netzgeraet geladen werden, da die Gefahr einer
unkontrollierten Ladung sehr gross ist.
Ladung von NC-Akkus.
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NC-Akkus werden mit konstantem Strom geladen.
>Glaettungkondensatoren sind nicht notwendig, es kommt nur
auf den 'konstanten' Effektivwert an.<
Die NORMALLADUNG dauert 14 Stunden bei einem Ladestrom von
i/10 (bsp. Mignonzelle mit 500 mAh: 14 Stunden mit 50 mA).
Eine Ueberladung mit i/10 wird seitens der Hersteller mit
mindestens 300 Stunden als unbenklich angegeben, in der
Praxis wirken sich auch laengere Ladezeiten nicht negativ
aus, sollten aber vermieden werden (insbesondere bei NC-Akkus
mit Masse-Elektroden).
Die Erhaltungs- oder PUFFER-LADUNG (d.h. zulaessige
unbegrenzte Dauerladung) sollte max. bei i/30 bis i/20 liegen
(bsp. Mignonzelle mit 500 mAh: bei 16-25 mA). fuer
Knopfzellen mit Masse-Elektroden gilt als Erhaltungsstom
i/100.
Die SCHNELLADUNG (nur bei Sinterzellen) birgt die Gefahr der
Ueberladung und der evtl. Gasung. Es sollte darauf geachtet
werden, dass der Akku nur bis zu seiner Nennkapazitaet
vollgeladen wird. Zweckmaessigerweise wird der Akku vor der
Schnelldadung auf 0.8 bis 0.9 Volt Zellenspannung entladen.
die Ladezeit (in Stunden) laesst sich durch die Kapazitaet
(in mAh) dividiert duch Ladestrom (in mA) mal 1.4 errechnen
: T=(K:I)*1.4 .
Durch die Schnelladung erreicht der Akku zwischen 85 und 95%
seiner Nennkapazitaet. Durch ene Anschliessende 1.5 Stuendige
Normalladung erreicht der Akku seine Nennkapazitaet.
ist der Akku NICHT LEER und soll trozdem schnellgeladen
werden, so ist die Ladezeit auf die dem Akku entnommene
Kapazitaet zu errechen.
Alle o.g. Angaben gelten fuer 20 grad Celsius, bei davon
abweichenden TEMPERATUREN gestaltet sich das Laden
schwieriger.
So erreicht der Akku bei -10 C bereits bei Normalladung mit
14 stunden eine kritische Zellenspannung von 1.6 volt, bei
der die entstehende GASUNG duch das SICHERHEITSVENTIL
entweicht. Ein geringerer Ladestom ist daher bei tieferen
Temperaturen angebracht, empfohlen wird max. 0.5*i/10 und
eine Begrenzung der Zellenspannung auf 1.55 Volt pro Zelle.
Bei hoeheren Temperaturen z.b.bei 40 C, entsteht bei
Normalladung bereits nach 75% aufgeladener Kapazitaet die
Ueberladephase (hierbei wird durch den Gaskreislauf
(elektochemischer Ladungsprozess) die Ladespannung
herabgedrueckt anstatt - wie ueblich - gegen Ladeschluss
heraufgesetzt), wobei die weiter zugefuehrte Energie in
Waerme umgewandelt wird.
Ein laden mit hoeheren Stroemen ist daher bei hoeheren
Temperaturen empfehlenswert, da die Ueberladephase erst
spaeter beginnt.
Da bei der Ladung prinzipiell ein Anstieg der Temperatur und
der Ladespannung >Ausnahme: Ueberladung + Wechsel der
Zellentemperatur< zu beobachten ist, ist bei der
automatischen Abschaltung des Ladevorganges der
Abschaltspannungswert fuer jeden Typ, jede
Umgebungstemperatur und fuer jeden Ladestom zu ermittlen.
Desweiteren sind auch Akkubloecke von einem Hersteller
untereinander unterschiedlich und aendern sich zusaetzlich
altersbedingt. >All dies wurde bei fast allen in den letzten
Jahren in CQ-DL und FUNKSCHAU veroeffendlichten
automatischen-spannungsfuehlenden-Ladeschaltungen NICHT
beruecksichtigt.<
Besser als eine automatische Abschaltung ueber den
Spannungswert
>bei anliegendem Ladestom; die Spannung nach einer (auch nur
kurzzeitigen, winzigen) entladung ist jedoch ein brauchbarer
parameter (vorsicht, leider auch temeraturabhaengig) <
ist die Abschaltung ueber einen Temperaturfuehler (ptc- oder
ntc- Widerstand) >bei Schnelladung<, jedoch ist der
Temperaturanstieg nur bei einigen Zellen (z.b. Sanyo
'Cutoff') so linear, dass er als Abschaltparameter
herangezogen werden kann.
Als am sichersten erwiesen sich aus o.g. Gruenden
Automatikladegeraete, die den Ladevorgang durch eine
Zeitschaltuhr unterbrechen.
>an eventuelle Stomausfaelle denken <
>Akkus vorher (auf ca. 0.9 Volt pro Zelle) entladen (dann
weiss man, wie lange man laden muss)<
Die Mindestspannung beim Laden betraegt
1.45-1.5 Volt pro Zelle >entspechenden Trafo kaufen, an
Spannungsabfall im Regler denken< . Bei stomgeregelten
Ladegeraeten, insbesondere bei Kombiladern fuer 1-12 Zellen
liegt die Leerlaufspannung zum Teil erheblich hoeher, der vom
Akku benoetigte Spannungswert stellt sich jedoch waehrend des
Ladevorganges automatisch ein.
Ladung von Blei-Gel-Akkus.
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Blei-Gel-Akkus werden mit konstanter Spannung geladen.
>Glaettungs-Kondensatoren sind nicht notwendig, es kommt auf
die (Spitzen-)Spannung an.< Autobatterieladegeraete sollten
aufgrund der in (der Regel) zu hohen Ladespannung nicht zum
laden benutzt werden.
Bei einer Ladetemperatur von 20 C betraegt die Ladespannung
2.3 Volt pro Zelle (bei 6-Volt Akkus also 6.9 Volt und bei
12-Volt Akkus 13.8 Volt). Bei -20 Grad C sollte die Ladespannung
auf 2.56 Volt pro Zelle angehoben werden,bei +40 Grad C dagegen
auf 2.2 Volt pro Zelle abgesenkt werden.
Bei diesen Spannungen nimmt der Akku anfangs so viel Stom
auf, wie ihm zur Verfuegung gestellt wird. Der Strom sinkt
im weiteren Verlauf kontinuierlich ab, bei einem Ladestom von
ca. i/100 ist der Akku voll und nimmt nur noch den
Ladeerhaltungsstom auf.
Im BEREITSCHAFTS-PARALLELBERIEB liegt die Erhaltungsspannung
bei 2.25 bis 2.3 Volt pro Zelle, auf diese Spannung schalten
diverse Automatikladegeraete um.
Die Ladezeit (in Stunden) laesst sich durch die entnommene
Kapazitaet (in Ah) dividiert durch Anfangsladestrom (in A, den
das Ladegeraet zu Verfuegung stellen kann) plus 3 bis 5
errechnen: T=(K/I)+3 bis 5 (plus 3 bei einem Anfangsladestrom
von K/10, plus 5 bei K/5) (bei 20 C).
SCHNELLADUNGEN erfolgen mit max. 2.4 Volt Zellenspannung bei
20 C. Ab 2.4 Volt Zellenzpannung muss auf Ladeerhaltung
umgestellt werden. >Zu deutsch : dem Akku wird der
Maximalstom des Ladegeraets zu verfuegung gestellt. Sobald
die Zellenspannung 2.4 Volt erreicht wird umgeschaltet auf
Erhaltungsladung mit 2.25-2.3 Volt pro Zelle.<
Sollte der Akku gasen (z.b. weil die Temperatur ansteigt und
somit nur eine niedrigere Ladespannung erforderlich ist), so
ist die Ladung zu unterbrechen (bis die Akku-oder
Umbebungstemperatur gesunken ist) oder die Ladespannung zu
senken.
>Ende des Zitats<
Ladung von 'normalen' Blei-Akkus
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Siehe Blei-Gel, nachfuellen von dest. Wasser nicht vergessen.
Allgemeine Tips (NC-, Blei-, Blei-Gel-Akkus)
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Parallelschaltung von Akkus : vermeiden !
Tiefentladung sowie Ueberladung: vermeiden !
Gedaechtniss-Effekt:
Werden Akkus ueber laengere Zeit nicht oder nur teilweise
entladen sinkt ihre Kapazitaet ab. Abhilfe: gelegendliches
entladen auf die Entlade-Schluss-Spannung:
1.75 Volt pro Zelle bei Blei-(Gel)-Akkus
0.9 Volt pro Zelle bei NC-Akkus.
Formatieren:
Mehrfaches (3 bis 5 mal) normal-laden + entladen, wegen des
Gedaechtniss-Effektes.
Defekte Akkus: (jede Zelle einzeln behandeln)
Leer, Zelle kommt bei Ladung nicht auf Spannund -> Strom
langsam erhoehen (bis 20*i), aber auf Spannung, Temperatur,
Gasung achten : rechtzeitig abbrechen.
sobald die Zelle 'kommt' : auf Normalladung uebergehen.
Leer, Zelle hat hohen Innenwiederstand/
voll, Zellenspannung bricht bei keinster Last zusammen:
-> abwechselnd laden + entladen
(kleiner Lade- + kleiner Last-Strom)
(z.b. 1e Halbwelle laden, 1e Halbwelle entladen, zulaessige
Parameter einhalten !)
Im Erfolgsfalle: Zelle formatieren.
Sonst : als Sondermuell entsorgen !
***end
Null